Laserschneiden: 3 Tipps für bessere Ergebnisse

Beim Laserschneiden hängt die Qualität der Ergebnisse von zahlreichen Faktoren ab. Die Kombination aus Optik, Energie und zu bearbeitendem Werkstück muss einwandfrei aufeinander abgestimmt sein, um saubere Schnittkanten zu erzielen und die Nachbearbeitung auf ein Minimum zu reduzieren.

Aus vielen Jahren Erfahrung im Laserschneiden wollen wir in diesem Beitrag Tipps und Tricks geben, die helfen, Zeit und Frust beim Schneiden von Metallen mit dem Laser zu sparen und zu vermeiden. Profitieren Sie von unseren Experimenten, Fehlern und Kniffen, um optimale Ergebnisse beim Metalllaserschneiden zu erzielen.

Tipps für Laserschneiden

Ein Laserschneider ist auf den ersten Blick ein technisch sehr komplexes Gerät. Dabei lässt sich diese Komplexität auf drei wesentliche Bestandteile reduzieren. Sind diese drei Komponenten richtig eingestellt, wie die folgenden Tipps zeigen, sind einwandfreie Arbeitsergebnisse garantiert.

Laserschneiden – Das Objektiv und dessen Reinigung

Im Laufe der Zeit kann das Objektiv im Laserschneider verunreinigt werden. Dies beeinflusst sowohl die Leistung des Lasers als auch den Laserstrahl. Vor jedem Arbeitseinsatz sollte man daher unbedingt das Objektiv kontrollieren und gegebenenfalls reinigen.

Die Reinigungsverfahren unterscheiden sich je nach Lasertyp. Für einen Faser- oder Scheibenlaser muss das Deckglas gereinigt und sauber verschlossen werden, um die Optik im Schneidkopf zu schützen. Die Hersteller von Laserschneidern liefern die Geräte mit Empfehlungen für die Reinigung der Optik aus. In der Praxis zeigt sich schnell, dass sich diese Methoden verbessern und damit viel Zeit sparen lassen. Zugleich erhöht die schonende Reinigung die Lebensdauer des Deckglases und senkt somit die operativen Kosten beim Laserschneiden. Wichtig bei der Reinigung des Deckglases ist es, dass dieses im Anschluss absolut frei von Verunreinigungen und Ablagerungen ist. Das Glas muss kristallklar und frei von Schlieren des Reinigungsmittels sein, dann kann es zum Laserschneiden eingesetzt werden. Je nach Intensität der Benutzung hält das Deckglas bei einem Faserlaser sechs bis acht Monate, bevor es ersetzt werden muss.

Bei einem CO2-Laser ist die Schneidlinse selbst zu reinigen. Hierzu bietet der Fachhandel spezielle Reinigungsmittel an. Deren Anwendung unterscheidet sich je nach Hersteller und Inhaltsstoffen. Bei einem neuen Reinigungsmittel sollte die Anwendung zunächst an einer Glasscheibe geübt werden, bevor man sich damit an die teure Schneidlinse des Laserschneiders wagt. Ist die Schneidlinse und somit das Objektiv des Laserschneiders verkratzt, muss sie in den meisten Fällen kostspielig ersetzt werden. Das Polieren ist nur bei leichten Kratzern an der Oberfläche und mit speziellem Werkzeug und Erfahrung möglich und sinnvoll. Bei der Reinigung und Politur der Linse kommt es auf die eigentliche Bewegung und den Druck an. Den richtigen Druck zu finden ist eine Frage der Erfahrung. Zu wenig Druck auf die Linse verhindert, dass sämtliche Schadstoffe von dieser entfernt werden. Übt man hingegen zu viel Druck aus, so kann das Objektiv bei der Reinigung verkratzen.

Einfacher und sicherer ist die Reinigung der Schneidlinse eines CO2-Lasers mit einem Polarisator. Dieser erzeugt einen Lichtstrahl durch die Linse und zeigt damit exakt, an welchen Stellen diese zu reinigen ist. Zugleich werden Kratzer und Risse im hellen Licht sofort sichtbar.

Laserschneiden – das Zentrieren der Linse

Wie bei allen Dingen in der Optik muss auch beim Laserschneider die Linse optimal fokussiert sein, um ein scharfes Schnittbild zu erreichen. Hierzu werden Testschnitte an Material mit der gleichen Dicke, wie das zu bearbeitende Werkstück vorgenommen. Sind deren Schnittränder einwandfrei scharf, so ist die Linse perfekt ausgerichtet. Mit dem bloßen Auge lassen sich die feinen Ränder nicht perfekt begutachten. Besser ist es daher, eine Lupe mit starker Vergrößerung zu verwenden, und damit die Schnittränder zu betrachten und die Linse beim Laserschneider auszurichten.

Laserschneiden – Der Fokustest

Moderne Laserschneider werden von Werk ab mit einem speziellen Testprogramm ausgestattet. Der Fokustest erfolgt bei diesen Geräten meist automatisch vor jedem Arbeitsauftrag. Zugleich kann der Fokustest beim Laserschneiden jedoch auch manuell aufgerufen und durchgeführt werden.

Je nach Hersteller kann der Fokustest unterschiedlich ausfallen. Bei älteren Maschinen verändert sich dabei die Farbe des Laserstrahls oder es werden die Reglereinstellungen direkt auf einen Coupon graviert. Diese sind dann in das Programm zum Laserschneiden zu übernehmen, um optimale Schnittergebnisse zu erzielen.

Mit den richtigen Einstellungen liefern Laserschneider perfekte Ergebnisse. Hierzu gehört auch die Pflege der Optik, bei der es auf Erfahrung und Fingerspitzengefühl ankommt.